| Couragierte
Schüler als Vorbilder!
Einmischen und mitmischen
–
Schülerbeitrag (14 Jahre) –
Wer
die Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen
eines Landes bestimmt und kontrolliert, sichert sich
die Macht! Nach diesem Grundsatz handeln alle Staaten
– natürlich in einer sehr verschiedenen
Art und Weise. So versuchen z. B. totalitäre
Regimes, ihre Ideologien und Vorstellungen schon den
Jüngsten zu vermitteln, da diese sich noch leicht
zu beeinflussen und den Wünschen und Zielrichtungen
entsprechend formen lassen. Beispiele sind die Kinder-
und Jugendorganisationen im Dritten Reich, in der
DDR oder auch heute noch in einigen ideologisch-religiös
regierten Ländern.
|
©
mad max / PIXELIO |
In
demokratischen Staaten (z. B. EU-Länder,
u. a. Deutschland, Österreich) bestimmen
in erster Linie die Eltern über Ausbildung
und Erziehung ihrer Kinder. Der Staat ist lediglich
eine Art „Dienstleister”, der die
Verpflichtung übernommen hat, ein ausreichendes
Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen.
Doch mit einer Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen
bestimmt der Staat auch hier die Bildung, z.
B. über Lehrpläne (Auswahl des Inhalts
= das, was gelehrt wird), Art und Weise der
Lehr-Vermittlung (z. B. Angebot an Schulformen
und Lehrkräften) oder Ausbildung und Einstellung
von Lehrern (erforderliche Qualifikation und
Qualität). |
Die Möglichkeiten einer
Einflußnahme von Schülern, Eltern und sogar
von Lehrern sind äußerst begrenzt. Es fehlt
an einer starken, unabhängigen und außerstaatlichen
Kontrolle.
Unser Wirtschaftssystem (Marktwirtschaft)
orientiert sich an Angebot und Nachfrage, wobei der
Staat das Recht besitzt, ordnend einzugreifen (soziale
Marktwirtschaft). Auch die Idee, den einzelnen Schulen
mehr Selbständigkeit einzuräumen, beruht
auf marktwirtschaftlichen Überlegungen. Nach
einem über viele Jahrzehnte langen Erkenntnisprozeß
haben Politiker und staatliche Behörden (Schulämter,
Kultusministerien) nun endlich eingesehen, daß
sie keine wirksame Reform zustandebringen und gezwungen
sind, bürokratische Fesseln zu lösen. |
Zu diesem Zeitpunkt
sollte sich jeder Schüler seinem Recht bewußt
sein, den eigenen Fähigkeiten entsprechend gefördert
zu werden und damit seinen Bildungsstand zu erhöhen.
Wie in der Marktwirtschaft müssen Schüler
– die Kunden der Schule – ihre Ansprüche
entsprechend hoch einstufen, um besonders gute Leistungen
bei sich selbst und auch bei ihren Lehrern zu erreichen.
pdf
/ S101
/ 16.10.08 |