|
Der
Joker in Krisenzeiten
Rohstoff „Bildung”
als Überlebensstrategie
Globale
Krisen betreffen auch uns! Heute stehen Klimawandel,
Umweltprobleme, Mangel an Rohstoff- und Energieressourcen
oder Bankenkrise und Weltwirtschaft im Vordergrund,
morgen ist es die „Ernährung”.
Was kann ein einzelner Schüler dagegen tun?
Sehr viel – für sich selbst und die Gemeinschaft!
„Bildung“ heißt das Schlüsselwort!
|
| Die
„fetten Zeiten” scheinen vorbei zu sein
und es gibt viele Prognosen, wie und warum es uns
in Zukunft schlechter gehen soll.
Nehmen wir als Beispiel die
weltweite Ernährungskrise, deren erste Auswirkungen
(Hungerrevolten in Haiti, Ägypten, Mexiko und
mehr als 30 weiteren Ländern) sich schon heute
zeigen. Gewalt und Kriege um die immer knapper werdende
Nahrung nehmen zunächst in wirtschaftlich schwachen
(„armen”) Ländern zu. Es folgt der
Kampf um landwirtschaftlich nutzbare Ackerböden,
sauberes Trinkwasser, Rohstoffe und Energie. |

|
| Auswirkungen
werden auch in Europa zu spüren sein. Die meisten
Staaten – auch Deutschland – sind hoch
verschuldet und können nur wenig tun, um (national
und global) steigende Preise und zunehmende Armut
zu lindern. Die Bevölkerung spart für absehbare
Notlagen und hält ihr Geld zusammen. Wird jedoch
weniger gekauft, geht es auch den Unternehmen schlechter,
was zu einem Ansteigen der jetzt schon hohen Arbeitslosigkeit
führt. Die Folge davon ist die Zunahme auch von
Armut. In dieser Situation wird eine weltweite Wanderung
von hungernden oder nach besseren Lebensverhältnissen
strebenden Menschen irgendwann auch unser Land erreichen
und die Situation noch weiter verschlechtern. Auch
die Versorgung der einheimischen Bevölkerung
ist keineswegs zu den selbstverständlich. Die
meisten Rohstoffe werden eingeführt und die moderne
Landwirtschaft ist nach wie vor vom Klima und der
verfügbaren Energie abhängig – und
diese beiden bestimmen die künftige Entwicklung.
Was hier beschrieben wird,
muß nicht unbedingt genauso eintreten. Doch
Politiker aller Länder sind sich der Gefahr bewußt
und suchen nach geeigneten Strategien, Hunger und
Armut trotz zunehmender Weltbevölkerung, Klimawandel,
Energie- und Rohstoffmangel zu besiegen. Dazu gehören
u. a. eine weltweit ausgerichtete Landwirtschaftspolitik
(z. B. Änderung der Subventionspraxis, Verzicht
auf Abschottung der Märkte), bessere Ausnutzung
von Ackerflächen (Ertragssteigerung, besonders
in Entwicklungsländern), Förderung neuer
Möglichkeiten von Pflanzenzucht und -anbau, Lösung
des Trinkwasser-Problems, verstärkte Forschungsbemühungen
und neue Technologien vor allem auch im Energiebereich.
Ob die Bemühungen jedoch erfolgreich sein werden
(oder wie bei der lang anhaltenden Bildungmisere eher
ins Leere laufen), kann heute noch niemand sagen.
Parallelen
zur Bildungspolitik
Die Entwicklung ist seit
mehr als 30 Jahren bekannt. Politiker hatten
also genügend Zeit, sich auf die Ernährung
von 10 Milliarden Menschen in diesem Jahrhundert
vorzubereiten. Stattdessen wurde der Agrarbereich
kaum noch gefördert, weder weltweit noch
in Deutschland. Zur Jahrhundertwende wachten
die Regierungen rund um den Globus dann schließlich
auf und erklärten zum Milleniumsziel, die
Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Hohle
Worte mit schwerwiegenden Folgen: Es ist jetzt
schon abzusehen, daß sich die Zahl der
Hungernden nicht halbiert, sondern drastisch
erhöht! Doch die Schuld wird nun der Globalisierung
zugeschoben und passend als Begründung
kamen Klimawandel und Ölkrise hinzu.
In der Bildungspolitik
ist die Unzulänglichkeit des deutschen
Bildungssystems ebenfalls seit mehr als 40 Jahren
ein Problem. Genauso lange dauern schon die
Reformen in den deutschen Bundesländern.
Sie führten bisher zu keinem Ergebnis,
das als „ausreichend” bewertet werden
könnte. Auch hier ist keine Lösung
in Sicht, die grundlegend verbesserte Lehr-
und Lernbedingungen in Schulen und Universitäten
bewirken würde und in einem überschaubaren
Zeitraum zu verwirklichen wäre.
Richtige
Strategie wählen!
In Deutschland ist der
Wohlstand nicht für alle Zeiten gesichert.
Was bleibt, wenn der Krisenfall eingetreten
und die materiellen Werte verloren sind? Die
Erfahrungen aus Weltwirtschaftskrisen und den
beiden letzten Weltkriegen könnten zwar
weiterhelfen, doch sind sie für die heutigen
Schüler schon allzu weit weg und erscheinen
trotz der derzeitigen Wirtschaftslage unwirklich.
Wer auf einmal völlig
ohne Geld- und Sachwerte dasteht – vielen
Eurer Großeltern ist es so ergangen –
fühlt sich der Verzweifelung nahe und sorgt
sich um die Zukunft. Wohl dem, der in einer
solchen Situation über einen Schatz verfügt,
der jede Krise unbeschadet überdauert und
lebenslänglich verfügbar ist: Bildung
und Ausbildung!
Auf schlechte Zeiten
folgen auch wieder bessere. Und spätestens
bei einem Neubeginn sind die Fähigkeiten
eines jeden Einzelnen gefragt, so verschieden
sie auch sein mögen. Dann sind jene im
Vorteil, die über eine umfassende Bildung
und Kenntnisse in den unterschiedlichsten Fachgebieten
verfügen – vom Handwerker bis zum
Wissenschaftler. Große Wirtschaftsunternehmen
entstanden gerade in den Zeiten des Wiederaufbaus
und bedeutende Karrieren nahmen hier ihren Anfang. |
| Stichwort:
„Globale Ernährungskrise”
Eine zunehmende
Zahl von Menschen (derzeit 6,7 Milliarden)
wird in den kommenden Jahrzehnten die
doppelte Nahrungsmenge benötigen.
Mit diesem Wachstum können die Anbauflächen
nicht mithalten. Folgen von steigender
Nachfrage bei sinkendem Angebot: Nahrungsmittel
werden knapp und teuer. Das weltweite
Problem des Hungers könnte bald auch
uns betreffen!
Die Gründe
sind – wie auch im Bildungssystem
– schwerwiegende Fehler bei politischen
Entscheidungen. Eigener Überfluß
verleitete dazu, Ackerflächen stillzulegen
und die Forschung zu vernachlässigen.
Durch den Anbau von Nutzpflanzen zur Gewinnung
von Bioenergie, Baumwolle und Kautschuk
werden Flächen benötigt, die
der Produktion von Nahrungsmitteln fehlen.
Subventionen und Exporte in Entwicklungsländer
führten dort zu niedrigen Preisen,
mit denen die einheimische Bevölkerung
nicht mithalten konnte und ihre eigenen
Ackerflächen stilllegte. Die Zunahme
des Fleischverbrauchs in Asien erfordert
große Mengen Futtermittel, was ebenfalls
zum Mangel an Getreide, Mais und Soja
beiträgt.
Derzeit werden in
Europa mehr Lebensmittel erzeugt als verbraucht
und die Größe der Ackerflächen
nimmt aufgrund der steigenden Preise zu.
Doch 2006 und 2007 wurde erheblich weniger
geerntet als in den Jahren zuvor. Und
in vielen außereuropäischen
Ländern war es ähnlich. So verringerte
sich z. B. die Ernte in Australien (einer
der weltweit größten Weizenexporteure)
aufgrund extremer Trockenheit auf rund
die Hälfte der sonst üblichen
Mengen.
Die
Folgen von Klimawandel, Rohstoff- und
Energiemangel sind schwer einzuschätzen.
In Entwicklungsländern gewinnt man
neue Nutzflächen durch Brandrodung,
was die Auswirkungen des Klimawandels
verschärfen dürfte. Und neue
Technologien sind aufgrund erst jetzt
verstärkter Forschungen noch nicht
verfügbar oder werden von Ideologen
schon im Anfangsstadium verteufelt (z.
B. Biotechnologie, Gentechnik, Energiewirtschaft).
|
|
| Bildung
ist bei Schülern kein Selbstzweck, sondern
die wichtigste Grundlage, ihr Leben zu meistern.
Politiker hatten Jahrzehnte Zeit und Gelegenheit,
die bekannten Bildungsmängel zu beheben,
doch ihre Chancen nicht genutzt! Nach deren
Scheitern sind jetzt die Schüler –
gemeinsam mit ihren Eltern und den ebenfalls
betroffenen Lehrern – gezwungen, selbst
aktiv zu werden! Ein jeder nach seinen individuellen
Möglichkeiten: als persönliche Überlebensstrategie
in Krisenzeiten, für die Zukunft und insgesamt
für die Gemeinschaft. Macht mit!
pdf
/ S106
/ 16.10.08 |
|
| www.schulkritik.de
(16.10.08)
Wer
hat Vorteile?
Nutzer
des neuen Schulkritik-Portals
In die Bildungsdiskussion
ist rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung
(82 Millionen) privat oder beruflich direkt eingebunden
(indirekt sind alle Bürger betroffen).…weiter… |
| www.schulkritik.de
(16.10.08)
Reform
von außen: Herumdrehen und mit dem Wind
Schulkritik
stellt sich vor … (Teil 2: Grundlagen und Methoden)
Eine drastische Beschreibung
des nach wie vor aktuellen Frustationszustands lieferte
schon 1979 der niedersächsische Kultusminister
Werner Remmers: „Bildungspolitik ist wie
Pinkeln gegen den Wind. Man macht sich nur die eigene
Hose naß”. Und noch immer versuchen
Bildungspolitiker verzweifelt und erfolglos, ihre
Hose trocken zu halten. Die Lösung von Schulkritik:
Nicht von oben reformieren, sondern mit den Schülern,
Eltern und Lehrern gemeinsam. Oder als Tipp nicht
nur an Werner Remmers: Herumdrehen und mit dem Wind!
.…weiter… |
| www.elternkritik.de
(16.10.08)
An Geld für
Bildung…
…ist
kein Mangel
Daß die Regierung keine
noch so hohen Ausgaben scheut, bewies einmal mehr
die für Bildung zuständige Bundesministerin
Annette Schavan (CDU). Für die
Strecke von Stuttgart nach Zürich (147 km Luftlinie)
nahm sie am 20. Mai 2008 einen Hubschrauber der Berliner
Flugbereitschaft … Und was ist mit dem Umweltschutz?
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD)
dürfte sich angesichts seines eigenen Umweltbewußtseins
wohl lieber raushalten: Am 8. Aug. 2007 pendelte er
als einziger Passagier in einem Regierungs-Jet.…weiter… |
| www.lehrerkritik.de
(16.10.08)
Personalpolitik im Schweinezyklus
Wer wird
heute noch Lehrer? (Teil 2)
„Lehrer
werden dringend gesucht”; „Untragbarer
Unterrichtsausfall – Lehrer fehlen”; „Die
Überalterung der Lehrkräfte erreicht dramatische
Ausmaße”; „Quereinsteiger mit Chancen
auf den Lehrerberuf”; „Bundesländer
werben sich gegenseitig die Pädagogen ab”
– Wer diese Schlagzeilen liest, wähnt sich
in goldenen Zeiten der Lehrer-Vollbeschäftigung.
Doch Vorsicht! Es ist alles schon einmal dagewesen
– einschließlich des bösen Erwachens
für jenen Teil der Studenten, die im Vertrauen
darauf den Lehrerberuf studierten und anschließend
auf der Straße standen..…weiter… |
|
|